Art & Design, Die Insider
Ismail Acar ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler der Türkei, seine Bilder hängen in Ausstellungen in New York, Madrid, Chicago, Cannes, London und Tokio.
Istanbul ist Kulturhauptstadt 2010. Ist die Stadt überhaupt reif dafür?
Es gibt ein altes Sprichwort. Es gibt mehr griechische Ruinen in der Türkei als in Griechenland. Es gibt mehr römische Ruinen in der Türkei als in Italien. Die Türkei und Istanbul waren und sind immer ein Platz für Kunst und Kultur gewesen.
Gilt das auch für zeitgenössische Kunst?
Es wird immer besser. Moderne Kunst sucht sich seinen Platz in einem Land, das lange dafür verschlossen war. Wir haben eine eigene Biennale, überall in der Stadt entstehen neue Kunst- und Designzentren, die Bauten werden um die Wette restauriert und einige Projekte in Film, Bühne, Musik und Kunst kommen schon dieses Jahr ins Rollen.
Wer sind die Käufer zeitgenössischer türkischer Kunst?
Noch wird mehr im eigenen Land gekauft. Was uns noch fehlt, ist die Anbindung an den weltweiten Kunstmarkt.
Acars persönliche Tips:
Ulus 29. Eher am Stadtrand, schwierig zu finden. Da hilft nur ein Taxi. Gehört Metin Fadillioglu und seiner Frau Zeynep, einer Interieur Designerin. „Mit Metin hat die kulinarische Revolution in Istanbul vor 30 Jahren begonnen.“ Ahment Adnan Saygun Caddessi, Ulus Parki Ici 1.
House Café, das Wohnzimmer Istanbuls. An mehreren Locations. Acars Lieblingsplatz: im Stadtviertel Ortaköy, Salhane Caddesi 1.