Food & Drink
Im großen Königreich sind sie bekannt dafür, schöne Namen zu erfinden. Die Briten sagen zu einer neuen Bar nicht neue Bar, sondern sie nennen es “a new watering hole” – irgendwas scheint da hängengeblieben zu sein bei den ehemaligen Kolonialherrschern und ihren Pfründen fern von der britischen, kalten Insel…Egal, Die “Coquine Bar” in der Old Brompton Street ist so ein Wasserloch – also neu und so gut ausgestattet, dass die trendy people dort hinlaufen, als gebe es in London sonst nirgendwo ein Schlückchen Alkohol.
Nomen est omen gilt für die neue Bar. “couquine” ist französisch und bedeutet so viel wie boshaft, schadenfroh und spitzbübisch. Französisch durch und durch ist die ganze Bar: Champagner steht auf der Karte, Gänseleber und Steak Tartare liegt am Teller. Die Bar ist behaglich, gemütlich, mit vielen langen Samtvorhangen, sehr dunkel, wenig Licht, viel Erotik. Besonders schön sind die vielen Vintage-Kristall-Leuchter, die Designer Lee Broom der zweistöckigen Bar verpasst hat – und die er aus Antiquitätenläden und Flohmärkten aus ganz Europa gesammelt hat.
Neue Bars, die man in London gerade sehen sollte
* Vendome Mayfair. Clubguru Freddi Frampton und Designer Paul Daly waren wieder am Werk. Das Motto: “Forget minimalsitic design, bring back the dancefloor”. Das Ergebnis: Der Club “Vendome Mayfair” – da treffen die 70er Jahre auf die Zukunft.
* Matter. Skybridge heißt das Ding – eine über die ganze Tanzfläche gespanntes Stahlband macht diesen Club so interessant. Abgesehen von den 3 Stockwerken, auf denen 2600 Gäste Platz finden. (The O2 Peninsula Square)