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„Ja, ich bekenne mich schuldig, mit meiner Arbeit an der ästhetischen Einförmigkeit der Welt ein wenig mitgearbeitet zu haben“, flüsterte Wilbert Das kürzlich dem Magazin „Quality“ in einer großen Story. Es sei nun an der Zeit, eine „Entschuldigung“ dafür ins Leben zu rufen, meinte der 46jährige Holländer im Magazin. Zur Aufklärung: Das arbeitete 20 Jahre an der Seite von Diesel-Gründer Renzo Russo und seit 1993 als Kreativdirektor des Kultlabels. Nun hat für ihn ein neues Leben begonnen – eines mit gutem Gewissen.
Das hat seine Entschuldigung aus Stein und Holz gebaut: Er eröffnete ein Luxushotel an der brasilianischen Bahia-Küste. “Das Uxua Casa Hotel ist Hort für Individualisten“, sagt er, „ der Versuch, der Globalisierung des Massengeschmacks ein Schnippchen zu schlagen“. Eines steht fest: Wilbert Das scheint wirklich ein schlechtes Gewissen zu haben. Zum Hotel: Das Uxua Casa Hotel liegt am Ende der Welt. Oder anders gesagt: Im brasilianischen Küstenstaat Bahia, genauer im Ort Trancoso, das man nur per Auto und Fähre erreicht. Schilder zum Hotel: Fehlanzeige. Das Casa besteht aus neun niedrigen Hütten, in lokaler Tradition gefertigt. Nur zur Orientierung: Das heißt, dass es keine Glasscheiben und auch keine Klimaanlage gibt. Jede der Hütten ist ein Unikat, nicht das kleinste Detail darin und daran ist Massenware. Alles wurde von Handwerkern aus Trancoso gefertigt – das meiste davon sogar aus Holz.
Alle Angestellten des Hotels kommen übrigens aus dem Dorf. Billig ist die ganze Sache nicht: 300 bis 800 Euro kostet die Nacht. Das: „Wir definieren uns aber nicht über den Preis, sondern über die Verfügbarkeit. Bei neun Hütten bleibt die Exklusivität gewahrt.“ Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Das: „Ein Uxua reicht. Und das wird immer neun Hütten haben und am Ende der Welt liegen.“