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Für Wildtiere gelten keine Staatsgrenzen. Im Sinne von Tierschutz und Ökotourismus sind für die neue Idee der „Peace Parks“, grenzüberschreitende Naturschutzgebiete, bereits viele Zäune gefallen. Die Peace Parks Foundation (PPF), die 1997 nach einer Idee von Naturschützer Anton Rupert mit prominenten Fürsprechern wie Nelson Mandela und Prinz Bernhard der Niederlande ins Leben gerufen wurde, lässt Wildtiere in ganz Afrika innerhalb ihrer Ökosysteme wieder frei umherstreifen. An sechs dieser grenzüberschreitenden Schutzgebiete ist Südafrika beteiligt.
Vorreiter und Role-Model: der Kgalagadi Transfrontier Park im 1,63 Millionen km² großen Trockengebiet der Kalahari. Dieses Gemeinschaftsprojekt von Südafrika mit Botswana ist heute einer der größten Naturschutzparks weltweit. Wildlife pur verspricht ein Safari-Besuch bei Zebra, Kalahari-Löwe, Oryxantilope und Co. in deren natürlichem Lebensraum, übernachtet wird in Wilderness Camps.
Ein weiterer Naturpark der Superlative: Great Limpopo Transfrontier Park (GLTP). Mit dabei ist hier der legendäre Krüger Nationalpark in Südafrika, ein Name, der für Safari und die „Big Five“ schlechthin steht, der Limpopo-Nationalpark in Mosambik, der Gonarezhou Nationalpark und zwei große Gebiete in Simbabwe. Das „Größte Tierreich der Welt“ nennt sich der 40.000 km² große Peace Park – er umfasst ein riesiges Flachlandsavannengebiet, wird von fünf großen Flüssen durchquert und erfüllt alle Voraussetzungen einer erstklassigen Ökotourismus-Destination. Besucher werden nach der Entfernung des gesamten östlichen Zauns des Krüger Nationalparks über drei Staatsgrenzen fahren können.
Gemeinsam mit dem GLTP wurden drei weitere Peace Parks ausgerufen, der Ais-Ais Richtersveld Transfrontier Park zwischen Südafrika und Namibia, die Lubombo Transfrontier Conservation and Resource Area zwischen Südafrika, Mosambik und Swaziland und die Maloti-Drakensberg Transfrontier Conservation and Development Area zwischen Südafrika und Lesotho.
Der nächste auf der Liste: die Limpopo/Shashe Transfrontier Conservation Area zwischen Südafrika, Botswana und Zimbabwe. Geplant ist ein durchgehendes Naturschutzgebiet vom Richtersveld National Park in Südafrika entlang der Skeleton Coast Namibias bis nach Angola hinein, in Verbindung mit Namibias berühmter Etosha-Pfanne, was eine Gesamtfläche von mehr als 19 Millionen Hektar bilden würde. Für Peace Parks geeignet wären 120 Millionen Hektar – eine Fläche, die ungefähr so groß ist wie Frankreich, Deutschland und Italien zusammen.