Green Luxury
We want your energy: Rund um den Globus eröffnen Öko-Discos. Dabei geht es nicht um Birkenstock und Fairtrade-T-Shirts, sondern um Organic-Drinks und Tanzflächen, die Strom erzeugen.
Im „Club Watt“ in Rotterdam tanzt man, bis der Strom kommt. Das Konzept der nachhaltigen Disco: Die durch das Tanzen gewonnene Energie wird in Strom umgewandelt und lässt Lämpchen leuchten. Also je heißer die Party, desto heller das Licht. Erfunden hat das Konzept Ted Langenbach, Rotterdams Party-King, der damit bald zum Öko-Guru aufsteigen könnte. Fünf bis zehn Watt soll jeder Gast am Abend ertanzen. Die kleinen Platten, aus denen die Tanzfläche besteht, geben über ein Federsystem bei jedem Schritt nach, es entsteht Energie, die in Strom umgewandelt wird. Dazu kommen zwei „Zero-Waste“-Bars an der Seite der Tanzfläche, mit wieder verwertbaren Bechern und umschnallbaren, persönlichen Getränkehaltern.
Erste Nachahmer finden sich bereits: Das „Surya“ in Londons Kings Cross hüpfen die Gäste ebenfalls für Strom. Im „Ghana 71“, einem neuen Club in Tel Aviv, ist die Bar aus recyceltem Metall, die Cocktails werden aus organischen Früchten und Kräutern gemixt. Im Einklang mit dem blauen Planeten ist auch San Franciscos „Tempel“ sowie das „“ des Nightlife-Impresarios Jon B. in New York. Dort holt man sich den Drink an der durchsichtigen Bar aus Recycle-Glas, die Wände sind aus Bio-Bambus, und auf der Toilette wäscht man sich die Hände wie Brat Pitt – mit Organic-Seife von Kiehls.