Art & Design, Die Insider
Boris Podrecca gestaltet Plätze, Verkehrsstationen und Hochhäuser. Sein Studium schloss der in Belgrad geborene und in Wien lebende Architekt in der Meisterklasse Roland Rainer ab.
Was muss man in Piran unbedingt gesehen haben?
Natürlich den Tartiniplatz (Tartinijev Trg), der einst Fischerhafen war. Mit dem Autoboom nach dem 2. Weltkrieg wurde er zum Parkplatz umgestaltet, ehe er in den 90er-Jahren seine aktuelle Funktion als Meetingpoint mit Outdoor-Wohnzimmer-Ambiente erhielt. Dort steht auch das Tartinihaus mit der Geige des Mathematikers und Komponisten, der nach Paganini der Bekannteste war. Dann das Teatre Tartini, das auch als Kino fungiert (Stjenkova 1). Die Kirche mit dem Campanile und dem Baptisterium (auf einem Hügel oberhalb der Stadt). Und der 1.-Mai-Platz (Prvomajski Trg) mit der Zisterne, die zur Hälfte außerhalb und zur anderen Hälfte innerhalb der Erde steht.
Wo bringen Sie Ihre Gäste unter, wenn diese keinen Platz in Ihrer eigenen Wohnung haben?
Im Hotel Tartini (Tartinijev Trg 15) oder im Hotel Piran (Kidriceva Nabrezje 4), möglichst in einem der Zimmer mit Balkon über dem Meer.
Verraten Sie uns Ihre kulinarischen Geheimtipps!
Fisch bei Ivo am Lungomare oder im Neptun in der Altstadt. Für Trüffel empfiehlt sich ein Ausflug über die kroatische Grenze nach Kastel, dort ist das Restaurant David (Kaštel bb, 52460, Buje). Oder eine Spur weiter nach Kremenje ins Lokal Marino (Kremenje 96b, 52462, Momjan).
Wie vertreiben Sie sich in Piran am liebsten Ihre Zeit?
Abgesehen vom sich durch die Gassen und Plätze Treibenlassen, da einen Kaffee und dort ein Glas Wein Trinken – ein Besuch in der Obalne Galerije am Tartinijev Trg 3, wo man mit dem kontaktfreudigen und sehr informierten Direktor Toni Biloslav anregende Gespräche über moderne Kunst führen kann.
Was bringen Sie aus Piran mit nach Wien?
Erstens das Meersalz, das einzige nicht chemisch behandelte. Den Erwerb kann man gleich mit einem Besuch des Salinenmuseums verbinden (Cankarjevo Nabrežje 3). Aus der Vinothek in Koper (Smarska 1) einen Refosk oder Malvazia vom bekannten Önologen Klemar oder vom Weingut Bric, das nicht nur hervorragende Weine produziert, sondern auch eine herrliche Aussicht auf das Dreiländereck Italien, Slowenien, Kroatien bietet.