Die Insider, Fashion & Lifestyle
Gemeinsam mit Oliver Fritz und Benedikt Böckenförde gründete die Kuratorin Mon Muellerschoen die WunderKunst®, einen Onlineshop, in dem es hochwertige Drucke zu kaufen gibt.
Sie lieben Druckgrafiken. Welche Gegenden von München sind so schön, dass sie in einem Bild festgehalten werden müssen?
Da fällt mir einer meiner Lieblingssiebdrucke von Andy Warhol ein: “Images of Munich City” von 1983 – eine schönere bildliche Liebeserklärung an meine Heimat gibt es nicht. Besonders schön finde ich den Englischen Garten am Morgen, die Stille der Efeu-umrankten Gräber auf dem Nord- oder Bogenhausener Friedhof, die Herzlichkeit auf dem Schwabinger Elisabethmarkt, das barocke Altarbild der Asamkirche, die Boule-Spieler im Hofgarten vor dem Pavillon und der Residenz, die Surfer auf dem Eisbach, die Bavaria-Statue unter weißblauem Himmel – eigentlich ist ganz München wie ein Freiluftmuseum.
Wo bekommen wir in München schöne Tracht?
Das gute an der Tracht: je oller, desto doller. Die Lederhose darf speckig sein. Im Holareidulijö in der Schellingstraße 81 gibts schicke Exemplare. Ganz weit oben auf dem “Wiesn-Must-have- Barometer” stehen für mich die Trachten der Münchner Designerin Julia Trentini mit ihren beiden Linien Trentini Couture und Fräulein Trentini, da sie nahezu die einzigen Dirndl hat, die noch aus reiner Seide und handbestickter französischer Spitze gefertigt sind. Trentini Dirndl sind Avantgarde vom Charivari bis zur Schürze (Westermühlstraße 32).
Welche Accessoires braucht Mann und Frau?
Männer: die richtige Frau. Frauen: das richtige Dekolleté – und die Mannsbilder kommen von allein, schließlich ist das Oktoberfest die größte Flirt-Wiese der Welt. Die schönsten Charivaris findet Frau bei Trentini Couture. Außerdem gibt es bei Yousefy (Promenadeplatz 11) exklusiv in München die wunderbaren und besonderen Trachtenhüte der Designerin Nicola Fichtl.
In welchen Hotels würden Sie Freunde unterbringen?
Das Louis Hotel ist wunderbar gelegen (Viktualienmarkt 6). Urig münchnerisch und in Wiesnnähe: das Hotel Mariandl am Beethovenplatz (Goethestraße 51), Münchens ältestes Konzertcafé mit Zimmern! Echte Profis buchen mindestens ein Jahr vorher. Kurzentschlossene sollten jedes verfügbare Zimmer nehmen! Sollte dann tatsächlich nur noch die Absteige am Bahnhof frei sein, macht das auch nichts, denn das Zimmer trinkt man sich ja vorher schön …
Die drei besten Restaurants, wenn man mal abseits der Wiesn essen gehen möchte?
Unbedingt zum besten Italiener Rossini in der Türkenstraße (Nr. 76) gehen und die Pasta probieren. Wirt Fabrizio ist übrigens die Vorlage zum gleichnamigen Dietl-Film. Bestes Sternerestaurant: das Tantris mit der sagenhaften 60er-Jahre-Architektur, ein Highlight für Designfans (Johann-Fichte-Str. 7). Cool und gut: das Landersdorfer und Innerhofer in der Hackenstraße (Nr. 6).
Genug von der Maß. Wohin geht man derzeit in München was trinken?
Zum Charles ins Schumann’s (Maffeistraße 6), auch wenn der Chef manchmal seine „Tage“ hat. In der Golden Bar im Haus der Kunst (Prinzregentenstraße 1) trifft man Künstler und Kuratoren, die ihre Ausstellungen besprechen. Neu und szenig kommt das Art Babel daher, eine temporäre Location mit Ausstellungen in der Dachauer Straße 36-38. Außerdem empfehle ich das Café Cord in der Sonnenstraße 19 und das neue Il Giornale (Leopoldstraße 7).
