Die Insider, Fashion & Lifestyle
Als Mikael Zikos ein Kind war, hat er Design-Bücher und in Kunstkataloge von Museen verschlungen. Es hat sich bezahlt gemacht. Mikael wurde Journalist. Ein guter noch dazu. Er schreibt für das hippe französische Lifestyle-, Design-, Travel- und Kunstmagazin IDEAT.
Welche Neueröffnung der letzten Monate ist Ihnen noch gut in Erinnerung?
Docks en Seine (34 Quai d’Austerlitz, XIII), auch bekannt als “La Cité de la Mode et du Design“, hat während der Pariser Design Week geöffnet. Dieses lange Acid-grüne Gebäude, das an der Seine liegt, wurde von den Architekten Jakob+Macfarlane gestaltet. Es ist so angelegt wie London’s Southbank – mit Restaurants, Concept Stores und Ausstellungen. Es liegt etwas abgelegen, hat aber großes Potential.
Der angesagte Bezirk?
Meiner, der IXte Arrondissement oder “SoPi“, wie wir dazu sagen wegen der Lage im Süden, der lasziven Sex-Ecke “Place Pigalle”, nahe des klassischen Place-Saint-Georges. Es ist ein kleiner Bezirk mit einem Villen-Feeling und ein Paradies für Food-Lovers. Unabhängige Fashion Shops, Galerien und Restaurants öffen hier immer häufiger. Die besten Newcomers sind Andrea Crew (10 Rue Frochot) , Pigalle (7 Rue Henri Monnier), Chloe`s Cupcakes (40 Rue Jean-Baptiste Pigalle) und Terra Corsa (42 Rue des Martyrs).
Ihre Lieblingsrestaurants in Paris?
Rose Bakery (46 Rue des Martyrs, IX) für einen “Ich-will-dort-alles-essen“ englischen, organischen Lunch und Allard (41 Rue Saint-André des Arts, VI), dort gibt es Speisen im very french style mit köstlichen Weinsorten.
Die Lieblingsbar in Paris?
Bistro 83 (Rue des Martyrs, XVIII), eine kleine und sehr günstige Bar, die bis in die frühen Morgenstunden offen hat und Musik der 80er Jahre spielt.
Essen für die Seele?
Bread & Roses (7 Rue de Fleurus, VI) wegen ihrem organischem Körnerbrot und den Mehlspeisen (die besten Mont Blanc in der Stadt), L’As du Falafel (34 Rue des Rosiers , IV) wegen Falafel, Ticketbestellung von dem schreienden Begrüßungstypen. Köstliche hausgemachte Eiscreme bekommt man bei Caramella (47 Rue des Martyrs, IX) und das beste japanische Kastudon gibt es bei Kunitoraya (39 Rue Sainte-Anne, I), nahe dem Palais Royal.
Der beste Designer in Paris?
Absolut Martin Szekely (117 rue des Pyrénées, XX). Seine Möbelkunstwerke sind wie die amerikanische Minimal Art für mich: Sie öffnen unbekannte Ecken in meinem Verstand. Meine beliebtesten Design-Manufakturarbeiten sind von ENO (2 Rue d’Uzès, II) und Moustache (3 Rue du Buisson Saint Louis, X). Auch muss Paris best kuratierter Design Shop FR66 (25 Rue du Renard, IV) Aufmerksamkeit bekommen.
Ein Einkaufserlebnis?
Le Bon Marché (24 Rue de Sèvres, VII) ist zweifelsohne der beste Laden in Paris. Entspannte Atmosphäre, eine smarte Auswahl an Fashion und Designermarken von Danese bis Established & Sons, nette Verkäufer und gutes Services. Und jetzt ist unter dem gleichen Dach auch noch ein klassischer Buchladen namens La Maison D’Edition. Plus, die Markthalle La Grande Epicerie ist genau gegenüber, die immer das köstliche Problem mit sich bringt, dass ich dort niemals wieder verschwinde, ohne etwas gekauft zu haben.
Wie schaut ihr typischer Abend aus, wenn Sie ausgehen?
Die typische Nacht im 9. Arrondissement beginnt mit einem Aperitif im Hotel Amour (8 Rue de Navarin) oder und einem Dinner bei Freunden. Im Sommer gehe ich gerne ins No Stress Café (2 place Gustave-Toudouze) und esse auf der Terrasse einen mexikanischen Burger. Dann wird getrunken und die Party steigt im Chez Moune (54 Rue Jean-Baptiste Pigalle).
Eine belebte Terrasse in Paris?
Alte reiche und freundliche Leute und unglaublichen Eistee-Aperitif gibt es im Ritz (15 Place Vendôme, I). Im Le Point Ephémère (Quai de Valmy, XX) trifft man cashbroken hipsters. Auch gut ist die PMU Bar (Pferdewett Café) (52 Rue Notre-Dame-des-Victoires) mit “normalen” Gästen.
Der schönste Ort zum Relaxen?
Die öffentliche Bibliothek des Musée des Arts Décoratifs (107 Rue de Rivoli), um zu arbeiten und zwischen alten Möbeln und Büchern zu surfen. Gegenüber nahe des Palais Royal ist die Le Nemours Terrasse (2 Place Colette, I) mit vielen englischen Gästen und mit Magazinen zum Lesen und Kaufen von WHSmith. Im Herbst ist es im Père Lachaise Cemetery (16 Rue du Repos, XX) sehr nett, um Fotos von heruntergefallenen Blätter zu machen.
Ihr Frisör?
Ich gehe zu Biobela (10 Rue Milton, IX) nahe der Rue des Martyrs. Ein Frisörsalon, der ausschließlich mit natürlichen Produkten arbeitet und zertifiziert ist – klingt etwas snobby? Ist es nicht, denn die Leute sind nett und die Preise sehr günstig.