Art & Design, Die Insider, Editors Choice
Der Wiener Peter Rigaud studierte Fotodesign am renommierten Lette Verein in Berlin. Seit Anfang 2006 lebt er in Berlin und Wien. Er arbeitet für Magazine wie GEO, Vanity Fair, Vogue, Stern, AD und New York Times.
Als Fotograf fangen Sie Stimmungen ein. Welche Stimmungen lieben Sie in Wien am meisten und wo findet man diese?
Vor allem die Stimmung in Bars und Cafés. Wiener sind, im Gegensatz zum gängigen Klischee, extrem offene und kommunikative Menschen. Ich liebe das natürliche Fensterlicht an einem wolkenverhangenen Tag im Café Sperl (Gumpendorferstraße 11), Mischlicht in allen Nuancen, kühles Außenlicht und warmes Interieurlicht.
Ein paar gute Plätze und Orte, um zu fotografieren?
Im 1. Bezirk mag ich vor allem die kleinen Gassen abseits der großen Touristenpfade. Zwei Ecken, die extrem romantisch und untypisch sind: Die Gassen rund um die Domgasse, nahe des Franziskanerplatz oder Ecke Kleeblattgasse und Umgebung, nahe Tuchlauben. Alle Bezirke zwischen Ring und Gürtel, aber auch die Gegend beim Kahlenberg bieten einen faszinierenden Blick auf die Stadt.
Nicht neu, aber jung. Was fällt Ihnen dazu ein?
Das Restaurant mit Bar und Lounge Le Loft im 18. Stockwerk im Sofitel Vienna Stephansdom (Praterstraße 1). Außerdem Schuhe im Scheer-Raum, der nebenbei auch mein Secret Place ist (Bräunerstraße 4).
Ihr persönlicher place to relax in Wien?
Am Himmel am Kahlenberg.
Wohin gehen Sie gerne an einem sonnigen Tag?
Zum Buschenschank Hajszan (Grinzingerstraße 86).
Der derzeit coolste Club der Stadt?
Die Pratersauna (Waldsteingartenstraße 135). Obwohl: Das Tanzcafè Jenseits (Nelkengasse 3) als auch der Futuregarden (Schadekgasse 6) würden diese Bewertung verdienen.
Wohin gehen Sie, um den schönsten Blick auf die Stadt zu bekommen?
Zum Angstloch im Stephansdom, Südturm (Stephansplatz 1).
Ihre liebsten Restaurants?
Das beste Wiener Schnitzel gibt es im Marktachterl am Karmelitermarkt. Wer Selfservice mag: Mittags ins sehr gute Bio-Lokal “St. Joseph” in der Mondscheingasse. Budget Food und sehr köstlich.
Restaurants, die für ihre Qualität und besten Preis sprechen?
Suppito, die Suppenküche (Girardigasse 9), Zimmer 37 (Karmelitermarkt),Haidacher, Karmelitermarkt 37-39.
In welchem Kaffeehaus werden Sie so richtig munter?
Im Café Die Halle im MuseumsQuartier (Museumsplatz 1).
Eine Terrasse, um Kontakte zu knüpfen?
Nur im Sommer und nicht unbedingt um Kontakte zu knüpfen, aber dafür fantastisch und im alten Wienstyle, das ist die Terrasse des Wirtshaus Birner (An der Oberen Alte Donau 47).
Wohin gehen Sie, wenn Sie alleine sein wollen?
In die Kellerbar im Café Mentone (Kirchengasse 7).
Wo kaufen Sie Ihre Mode ein?
Coole Kopfbekleidung bei Mühlbauer (Seilergasse 5) und Schuhe für warme Füße bei Scheer Schuhe (Bräunerstraße 4).
Ein Tag in Wien: Was steht auf Ihrer To Do Liste?
Frühstück im Café Prückel (Stubenring 24), dann weiter mit dem Fahrrad zur Alten Donau. Tretbootrundfahrt am Kaiserwasser (ein Seitenarm der Alten Donau). Mittagessen im Garten Österreicher im MAK (Stubenring 5). Ein Besuch im Kunst- oder Naturhistorischen Museum (Burgring 5 und 7) und oder in der MQ Kunsthalle (Museumsplatz 1). Danach relaxen und Abendessen im Museumsquartier und zuletzt ein Drink in der coolsten Bar, im Futuregarden (Schadekgasse 6).
Wo starten Sie in den Abend und wo endet dieser?
Meine neuer Liebling ist die Weinschenke, der ehemalige Deutschkreuzer Stadtheurige, Franzensgasse 11, Ecke Schönbrunnerstraße 14. Wenn es sehr lange dauert, geht’s mit einem Hangover im Café Drechsler (Girardigasse 1), gefolgt vom Sonnenaufgang am Naschmarkt.
