Die Insider, Hotel & Travel
Karim Irrgang, Hotelmanager der Angsana Riads Collection in Marrakesch. Sein Lebenslauf liest sich wie eine Landkarte der schönsten Plätze der Welt – in die “Rote Stadt” zieht es ihn immer wieder zurück. Er verrät, warum.
Marrakesch ist bekannt für seine Märkte: Wohin gehen Sie für ein marokkanisches Marktvergnügen?
Auf jeden Fall in den Souk Cherifia nahe Dar El Bacha! Ein Innenhof mitten in der Medina mit unterschiedlichen Waren. Dort gibt es jede Menge Schätze von alten Schwarz-Weiß-Fotos aus Marrakesch bis hin zum Shirt vom lokalen Designer.
Wann hatten Sie Ihren letzten persönlichen Wow-Moment in der Stadt?
Das war beim „Festival du Rire“ in Marrakesch. Ein Festival organisiert vom französisch/marokkanischen Comedian Jamel Debbouze mit vielen internationalen Kollegen.
Welche Gegend in Marrakesch ist gerade besonders im Kommen?
Marrakesch ist so eine lebendige Stadt, dass es schwer ist, eine Gegend auszumachen. In der Neustadt Gueliz gibt es die Rue de la Liberte, wo immer mehr coole Shops und Restaurants aufmachen. Immer noch ein Geheimtipp!!
Freunde sind zu Besuch: Wohin gehen Sie, wenn Sie einen verrückten Abend genießen möchten?
In meinen Garten auf eine BBQ-Party! Und immer wieder auf den Jamaa El Fna und anschließend ins Riad Si Said, wo wir samstags die „Arabian Night“ haben mit dem besten Schlangenbeschwörer der Stadt.
Sie sind verheiratet. Wenn's nochmal um den Antrag ginge, wo würden Sie um die Hand Ihrer Frau anhalten?
Im Majorelle-Garten, welcher Yves Saint Laurent einst gehörte.
Wohin gehen Sie mit Ihrer Frau, wenn Sie ein fantastisches Dinner genießen wollen?
In die Garküchen von Jamaa El Fna. Sicher nicht wegen des Services, aber wegen des Ambientes und weil es nicht authentischer geht.
Wir brauchen den "Über-Blick" – wo hat man einen phänomenalen Blick über die Stadt?
Im Café de France auf dem Jamaa El Fna, wenn die Sonne untergeht und die Garküchen langsam aufmachen. Unbezahlbar!
Marrakesch ist an sich schon Kunst genug. Welche kunstvollen Plätze sollten wir dennoch besuchen?
Die Ben Youssef Madrasa in der Medina. Eine ehemalige Koranschule und bis heute immer noch die größte in Marokko. Sie besticht durch ihre Architektur.
Bleiben wir bei der Kunst: Welcher Haarkünstler verpasst Ihnen den coolsten Schnitt der Stadt?
Meine gute Freundin Lek bei Luis Kraemer. Weil ich danach aussehe, wie ich es mir vorstelle und nicht wie Christiano Ronaldo. Zum Rasieren geht’s ins Chez Zouhair am Palais Bahia. Mit Rasiermesser, Rasierpinsel und Kopfmassage.
Zum Schluss - verraten Sie uns einen Geheimtipp, der selbst für Sie ganz neu ist?
Der 33 Rue Majorelle Shop direkt am Majorelle-Garten in Gueliz. Ein Conceptstore, der Unterschiedliches verkauft: Sonnenbrillen, Armbänder, Taschen oder Mode von aufsteigenden, marokkanischen Designern.