Art & Design, Openings
Die Häuser strahlen pastellfarben in der Sonne – im Hintergrund blitzt blau das Meer: Dem Künstler Jean Cocteau hat es in Menton in Südfrankreich gut gefallen. Jetzt hat ihm die Stadt ein Museum gebaut.
Mitte der 50er Jahre war der Schriftsteller, Regisseur und Maler Jean Cocteau oftmals in Menton, der südfranzösischen Kleinstadt, ganz in der Nähe von Monaco. Er renovierte gar die dortige Bastei, ein ehemaliges Fort, und setzte sich damit ein Denkmal. Jetzt hat ihm die Stadt ein Denkmal gesetzt – mit dem Musée Jean Cocteau, das Anfang November eröffnete. Rund 2.000 Werke des Künstlers sind dort untergebracht, knapp 1.000 stammen vom Sammler und Cocteau-Fan Séverin Wundermann. Das Gebäude, das von oben wie eine plattgedrückte, vielbeinige Spinne anmutet, hat der aus Bandol an der Côte d’Azur stammende Architekt Rudy Ricciotti entworfen.