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Seit Mai hat Marseille einen Mama Shelter. Design-Tempel von Philippe Starck. Verspielt und verrückt. Mit bunten Kinderschwimmreifen über der Bar, rosarotem Wuzeltisch und Gitarre, Ziehharmonika & Co als Deko im Restaurant.
Das ist nur der Anfang. Zeichen und Sprüche mit Marseille-Bezug in acht Stockwerken an der Decke und am grauen Teppichboden, schwarz-weiß-karierte Plastikböden in den Zimmern, Superman am Sofakissen, das Konterfei der Queen am orangen Ohrensessel oder ein Ohrensessel im Marmormuster. All das, garniert mit Spielereien wie kleinen “Bitte nicht stören”-Postkarten, iMac-TV am Zimmer oder Postkarten am Spiegel der Bar, die suggerieren – “Hier wohnt man nicht, hier lebt man!”.
Trotz oder vielleicht gerade aufgrund des verwirrend-verrückten Farben- und Musterspiels ist das Haus mit seinen 27 Zimmern aus einem Guss. Muss es fast – stecken doch neben Starck die Trigano-Familie, der französische Philosoph Cyril Aouizerate und die Kochlegende Alain Senderens hinter dem Konzept, das bereits seit drei Jahren in Paris aufgeht. Jetzt eben auch in Marseille. Kulturhauptstadt 2013 und zweitgrößte Stadt Frankreichs, gelegen am Mittelmeer. Und bald auch in der weiten Welt: Mamas in Istanbul, Lyons, Bordeaux und Los Angeles sind geplant.