Cheftable, Food & Drink, Openings, Slideshows
Kommt ein Journalist nach Bratislava in der Slowakei und fragt, wofür die Stadt bekannt sei. Die Antwort: Für Wien (weil es weniger als eine Stunde entfernt liegt). Danach geht er durch die Stadt und schreibt in einer mehr oder weniger bekannten Zeitung (New York Times), dass Bratislava wie Wien ist, nur ohne Menschen.
Stimmt nicht ganz, haben wir bei unserem letzten Besuch feststellen können. Vor allem immer mehr Gourmets (hauptsächlich aus Wien) treibt es in letzter Zeit in die Hauptstadt der Slowakei. Der Grund hat einen Namen: Björn Juhnke, der neue Küchenchef des Kempinski River Park. Der Deutsche blickt mit seinen 32 Jahren bereits auf viele renommierte Karrierestationen zurück. Vor seiner Ankunft in Bratislava werkte der Rostocker als Küchenchef im Intercontinental Hamburg und im Restaurant Negro im Designhotel Ceres auf Rügen. Von Gordon Ramsey im Sternerestaurant MAZE in Prag lernte er das harte Arbeiten und dass ein guter Küchenchef auch mal fluchen muss in der Küche. Darüber hinaus war Björn Juhnke im Kempinski Hotel St. Moritz und im Hotel Heiligendamm tätig. Vier- und Fünf-Sterne-Hotels in Warnemünde, Rostock, London und Rotherwick stehen ebenfalls zu Buche.
Das Kempinski Hotel River Park in Bratislava eröffnete im Juni 2010 und gilt als erste Adresse der slowakischen Hauptstadt. Direkt am Ufer der Donau gelegen, ist es Teil des neuen River Parks, Design-Projekt des holländischen Architekten Erik van Egeraat. 191 Zimmer und 40 Suiten schauen ebenso wie der Rooftop ZION SPA & Health Club direkt auf die Donau und die Altstadt. Für die standesgemäße Anreise gibt es einen Hubschrauberlandeplatz. Ein Rolls-Royce-Phantom steht für einen kostenlosen Transfer vom Hotel ins historische Zentrum zur Verfügung.
Ein Prunkstück ist die 390 Quadratmeter große Präsidentensuite im zehnten Stock. Die bleibt leider oft leer, weil die Präsidenten Europas und der Welt in Bratislava derzeit noch – quasi zur politischen Mittagspause – auf der Durchreise zwischen Budapest, Prag oder Wien stoppen. Aber das wird sich ändern. Davon ist auch Direktor Gerald Haberhauer überzeugt – übrigens ein Wiener.