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King’s Cross, einst als eine der verruchtesten Gegenden Londons bekannt, erlebt derzeit eine Renaissance. Erst übersiedelte das Eurostar Terminal von Waterloo nach St. Pancras. Dann erwachte nach jahrelanger Renovierungsphase das St. Pancras Hotel aus dem Dornröschenschlaf. Der Ritterschlag kam mit dem Standortwechsel der renommierten Modeschule Central Saint Martins College of Art & Design.
Der Mode-Elite folgt jetzt Londons Restaurantszene, denn – King’s Cross ist auf einmal in. Dachten sich auch Pablo Flack und David Waddington, Besitzer des East End Kultlokals Bistrotheque. Die zwei Kreativköpfe (zu vergangenen Projekten gehört unter anderem ein Weihnachts-Rentier-Pop-up) recycelten eine stillgelegte Tankstelle und machten daraus Shrimpy’s, ein Diner im West-Coast Americana Stil. Die Fassade erinnert an kalifornische Gas-Stations der 1950er. Im Restaurant zieren neue Kunstwerke von Donald Urquhart und Jonathan Trayte die Wände. Da die Tankstelle 2014 abgerissen wird, ist das Restaurant ein temporäres Projekt, allerdings ist der Ausdruck „Pop-up“ hier nicht erlaubt – Shrimpy’s ist „semi-permanent“. Der Soft Shell Crab Burger hat sich bereits als Spezialität des Hauses etabliert, was aber gar nicht so wichtig ist – hier geht es weniger um’s Essen und viel mehr um den Coolness-Faktor. Londons Hipsters sind schon da.