Food & Drink, Openings
London erwartet diesen Herbst einige interessante Neueröffnungen, aber keine erregt derzeit mehr Aufsehen als Wolfang Pucks CUT im neuen Boutiquehotel der Dorchester Collection, 45 Park Lane. Der Grund? CUT ist Pucks erstes Restaurant in Europa – der Österreicher ist seit 30 Jahren Starkoch und Restaurantbetreiber in den USA (und bekocht unter anderem alljährlich die Hollywoodelite bei den “Oscars”), bringt aber erst jetzt sein berühmtes Steakhouse nach London. Models wird es freuen zu hören, dass Portionen für das Londoner Restaurant reduziert wurden, um sie an den europäischen Standard anzupassen. Das Gleiche darf wohl nicht von den Preisen erwartet werden! (45 Park Lane)
The May Fair, seit vier Jahren das offizielle Hotel der London Fashion Week, lässt sich diese Saison von den Schaufenstern der Modelabels inspirieren. Fashion Graphic Artist Spiros Halaris (der schon mit Dolce & Gabbana, Tom Ford und Topshop gearbeitet hat), verwandelt die Fassade des Hotels in Designer-Schaufenster, in denen Passanten Laufstegszenen mitverfolgen können. (Stratton Street, Mayfair)
Viele Models werden sich nach den Shows in der Wylde Bar tummeln, die seit der Eröffnung des W London Hotels im Februar zur In-Szene erklärt worden ist. DJs sorgen am Abend für Partystimmung – auch wenn das W ein Hotel ist, an Schlafen denkt hier kaum jemand. (10 Wardour Street, Leicester Square)
Etwas gediegener geht es hingegen bei Claridges zu. Die Grande Dame der Londoner Hotelwelt liebt bekanntlich prestigeträchtige Designerkollaborationen (zuletzt gab es Diane von Fürstenberg designte Suiten). Das Hotel enttäuscht auch dieses Jahr nicht, dank des Engagements von David Downtown als erstem „Fashion Artist in Residence“. Er eröffnet sein Atelier in Claridges und schnappt sich illustre Hotelgäste, um sie für eine permanente Vernissage auf Papier zu verewigen. (Brook Street, Mayfair)
Breakfast
Für Frühstücksmeetings, bei denen man gesehen werden will (weil man dabei Tom Ford interviewt oder Geschäfte mit Burberry abwickelt oder die neuesten Louboutins zur Schau stellen will, etc., etc.) kommt in London nur eine Adresse in Frage – The Wolseley. Das von David Collins designte Restaurant erinnert an imperiale Wiener Cafés, ein Eindruck, der beim Bestellen eines Einspänners und Viennoiserie noch verstärkt wird. Nicht, dass das so wichtig wäre, geht es doch hauptsächlich um das „to see and to be seen” … (160 Piccadilly)
Coffee Fix
Die endlosen Shows der Fashion Week, die mit oft stundenlangem Warten verbunden sind, schafft man nur mit regelmäßigen Kaffee-Einschüben. Nach dem Einspänner im Wolseley holt man sich diese untertags vom renommierten Monmouth Coffee (27 Monmouth Street) oder spät abends in der berühmten Bar Italia in Soho – das Café, das 1947 eröffnete und seitdem in italienischem Familienbesitz ist, ist eine echte Londoner Institution. Echten italienischen Kaffee bekommt man hier 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. (22 Frith Street, Soho)
Socialise
Bistrotheque ist Londons berühmt-berüchtigtes Restaurant/Bar/Cabaret, sprich Entertainment Venue. Hier steigt Londons East End Crowd ab, um sich mit Freunden zum Essen zu treffen und danach im neugestalteten ‚Gin Den‘ Bombay Sapphire Cocktails zu trinken. Am Wochenende kommt man noch dazu in den Genuss von alternativen Cabaret-Programmen, bei denen Performer mit Künstlernamen wie Dickie Beau, Lavinia Co-Op, Tricity Vogue und Myra DuBois auftreten. Hipper als hip. (23-27 Wadeson Street)