Hotel & Travel, Openings
Ich mag Menschen wie John Wallis. Warum? Weil der wichtigste Marken- und Branddesigner der Hyatt Gruppe komplexe Inhalte so erklärt, dass man sie rasch versteht. Ein Beispiel: Auf die Frage, wie sich Hotelrestaurants verändern, antwortet John mit einer Gegenfrage: „Wenn Sie zu Hause ein Fest feiern, wo bleiben die Gäste am liebsten?“ Ich: „In der Küche“. John: „Sehen Sie, darum bauen wir in Zukunft unsere Restaurants so, dass man beim Betreten sofort in der offenen Küche steht. Es geht um Gemütlichkeit.
Genau so wie im neu eröffneten Hotel Andaz an der berühmten Fifth Avenue in New York. Das Hotel, ehemals eines der letzten berühmten Kaufhäuser der Stadt und danach Konzernzentrale des Modedesigners Tommy Hilfiger, liegt direkt an New Yorks berühmter Einkaufsmeile auf Höhe der 42. Straße, gegenüber der New York Public Library. Einzigartig für die Lage in New York City sind Zimmergrößen von 30 Quadratmetern und 3,65 Meter hohe Decken.
Mister Wallis sprach dabei nicht über Hotels im Jahr 2020, sondern über London, San Diego und eben New York 2010. In diesen Städten hat Hyatt die ersten vier Andaz-Hotels bereits eröffnet, die diese neue Cosyness umsetzen. „Wir ließen die Rezeptionen verschwinden. Sie wird durch eine Lobby Lounge ersetzt“, sagt er.“ Das Motto: Alle Barrieren müssen raus. Mittlerweile trägt die Lobby schon den Namen Livingroom, In New York steht mittendrin sogar ein Backofen.
Gäste werden von ihrem persönlichen Gastgeber, dem „Andaz Host“, während des gesamten Aufenthalts betreut. Der Check-in erfolgt per Handheld-PCs bei Ankunft gleich auf dem Weg zum Hotelzimmer – alles easy, ganz entspannt. Last not least: das schlüssellose Zimmer. Geht es nach Wallis, öffnet man das Zimmer bald mit dem Mobiltelefon. Wie? „Mit der eigenen Nummer. Die vergisst man auch nicht nach viel Beverage und wenig Food.“