Hotel & Travel, Openings
Die Hotelszene in Kapstadt brodelt. Vor allem interessant ist die Handvoll kleiner, privater Hotels, die den neuen Schlachtschiffen von One & Only und Taj starke Konkurrenz machen – allen voran das POD Hotel, das Künstler und Kreative anzieht. Den Medien gefällts: Der britische Tatler zählt das Haus zu den besten 101 Hotels der Welt, der Condé Nast Traveller hat das POD in the Hot List 2011 aufgenommen.
Die Insiderei war im März vor Ort: Das Hotel bietet eine Traumlocation in Camps Bay, Kapstadts absolutem Hotspot. In einer Seitenstraße direkt gegenüber vom Strand befinden sich 15 modern ausgestattete Zimmer mit viel Glas, afrikanischem Holz und geschliffenem Granit. Der Effekt könnte als „Alpenchalet trifft auf Strandhütte“ beschrieben werden – hört sich alarmierend an, funktioniert aber. Die Zimmer sind als durchgehende Wohnfläche gestaltet, wobei vor allem das Design des Badezimmers sehr freizügig ist – die Toilette grenzt sich nur durch eine (ziemlich durchsichtige) dunkle Glaswand vom Schlafzimmer ab. Für scheue Menschen ist das unter Umständen ein Designelement zuviel. VIP-Status haben die Luxury Rooms mit Meerblick und privatem Plunge Pool – sich im Pool treibend die berühmten Sonnenuntergänge der Camps Bays anzusehen, mit Palmen und Meer im Visier und die 12-Apostel-Berge im Hintergrund – sind stille Tage im Klischee.
Auffallend die vielen kleinen Touches im Hotel: etwa die im Pool gleitenden schwarzen Bean Bags (eine originelle Alternative zur traditionellen Luftmatratze), weiße Flip Flops in den Zimmern (in der richtigen Schuhgröße und nicht nur zum Anziehen, sondern auch als Souvenir gedacht), eine großzügig angelegte Bar und Lounge, die sich bis auf die Terrasse hinauszieht. Man will gar nicht raus aus dem Hotel, würde das rege Nachtleben in Camps Bay nicht rufen – sehen und gesehen werden ist hier das Motto. Das Café Caprice ist in Kapstadt legendär und wird oft von Hollywoodstars und Models besucht, und auch The Grand nebenan scheint schöne Leute magisch anzuziehen. Für Fischspezialitäten sollte man das Blues Restaurant aufsuchen, und danach entspannt einen Digestif im Paranga trinken, während man Camps Bays Glitterati beobachtet.
Zimmer ab 190 Euro inkl. Frühstück!