Hotel & Travel
Es ist ja nicht so, dass Giorgio Armani unterbeschäftigt wäre: Gleichzeitig arbeitet der italienische Designer an seinen Kollektionen, seinem Hotelprojekt in Mailand, an Möbeln, Parfums und Pralinen. Und nebenbei eröffnete er jetzt auch noch sein erstes Hotel im Burj Kalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, in Dubai.
Dazu eine Geschichte, die uns die PR-Dame des neuen Hotels erzählt: Einige Woche vor der Eröffnung reiste Signore Armani an, um den Baufortschritt zu kontrollieren. Seitdem wird er vor Ort das Reptiliengehirn genannt: Armani marschierte durch sein Hotel, untersuchte es Zentimeterweise und entdeckte jede noch so kleine Abweichung von seinem Plan, die sofort korrigiert werden musste. Was sagt uns das: Giorgio Armani hat eine sehr genaue Vorstellung von dem, was er tut. Und er hat mit seinen über 70 Jahren auf dem durchtrainierten Buckel immer noch gerne die Zügel in der Hand.
Zum Hotel: Ganz zu Beginn hat der Designer den Großteil aller Armani Residences im Turm (9 bis 16. Stockwerkes) gegen viel Geld an reiche Damen und Herren verkauft. Das tut der Finanzierung gut. Damit erklärt sich auch der Zimmerpreis von etwa 500 Euro, der – sagen wir mal – für Armani-Verhältnisse leistbar bleibt. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Hotelzimmer bis zum 8. Stock als auch im 38. und 39. Stück liegen und man als Gast nicht besonders viel mitbekommt vom über 800 Meter hohen Turm, dessen Aussichtswarte ganz oben wegen technischer Probleme derzeit geschlossen ist. Entwickelt und betrieben wird der Burj Kalifa mit dem dort residierenden Armani-Hotel von dem in Dubai beheimateten Unternehmen Emaar Properties.
Armani ist Italiener, daher liebt er das Essen. Das merkt man im Hotel: Acht Restaurants haben eröffnet, vom Inder über den Italiener bis zum Japaner. Auch das legendäre Peck Deli aus Mailand hat Platz gefunden – übrigens wurden alle Restaurants von Armani selbst gestaltet. Wie schon gesagt: Der Mann überlasst nichts dem Zufall. Zu den 160 Zimmern gibt es wenig zu sagen, außer dass sie von luxuriös und edel sind. Quasi das architektonische Abbild eines Armani-Anzugs oder eines Abendkleides des Designers. Der Modemacher plant für die kommenden Jahre noch weitere Hotels – etwa in Italien, Marokko, Ägypten und in den USA. Damit ihm nicht langweilig wird.