Hotel & Travel
Jürg Mettler hat wieder zuschlagen. Der Schweizer Hotelier, der dem Hotel Misani nahe St. Moritz und dem kleinen feinen Restaurant-Hotel Laj de Staz am Stazer See zu internationalem Ruf verhalf, hat die Liebe zur Südseite des Berninapass entdeckt. Dort, mitten in wildromantischer Natur und den Puschlaver Wiesen, hat Mettler das La Rösa ins Herz geschlossen.
Die antike Post- und Säumerstation war vor ewigen Zeiten ein Ort der Ruhe und Erholung für Durchreisende – und das soll er auch wieder werden. Unter der Leitung von Diego Costa, Marco Gervasi und eben Mettler wurde das Gebäude komplett restauriert und wird im Juli 2010 als Agriturismo wieder eröffnet. Natur und Kultur stehen dabei an oberster Stelle. “La Rösa soll der perfekte Ort für Ruhesuchende, Naturfans und Abenteurer und Lifestyler werden”, sagt Mettler. Authentizität ist ebenso wichtig: Die vier Einzel- und vier Doppelzimmer sind, was Stil und Material betrifft, wieder in den Originalzustand gebracht worden. So sind etwa die Matratzen aus Rosshaaren vom 82-jährigen Andrea Compagnoni gefertigt – einer der wenigen, der dieses Handwerk in der Schweiz noch beherrscht. Die Bettüberwürfe wurden von den Dorffrauen aus Poschiavo genäht.
Historischen Charme versprühen die Stallungen mit den hauseigenen Pferden und Ziegen sowie der Wein- und Käsekeller. Neben Erholung und Ruhe spielen auch Kunst und Kultur eine zentrale Rolle im Konzept von La Rösa. In dem zum Kultursaal umfunktionierten ehemaligen Heustall werden ab Juli Konzerte von Klassik bis Jazz stattfinden.
Kurz und gut: La Rösa bietet Luxus ganz ohne überflüssigen Schnickschnack. “Brachiale Einfachheit mit Niveau“, meint Metter. „Luxus ist ein kurzer Augenblick, eine bereichernde persönliche Erfahrung und nicht der Besitz eines teuren Objektes. Vielmehr verkörpert Luxus Zeit, sich Gedanken über Dinge machen zu können“. Schön gesagt!