Hotel & Travel
Das Geheimnis ist gelueftet: Das koenigliche Jungehepaar William und Kate sind auf den Seychellen gelandet. Ums genauer zu sagen: Die beiden urlauben samt Security und Appanage auf North Island. Die Insiderei hat die paradisische Insel natuerlich schon vorher unter die Lupe genommen. Deswegen fuehlen wir uns jetzt auch ein bisschen geadelt.
Hier unsere Story vom August 2010: Es gehört ja schon zum guten Ton, den Urlaub so umweltschonend zu verbringen, dass er im wahrsten Sinne des Wortes nicht die Welt kostet. Unser luxuriöser Vorschlag: Back to nature – auf North Island auf den Seychellen. 150 Angestellte kümmern sich um die maximal 22 Gäste der Barfußinsel. Jeder Villa steht ein privater Butler rund um die Uhr zur Verfügung. Entsprechend des umweltverträglichen Gesamtkonzeptes des Eilands, nach dem alle Einrichtungen der Insel entstanden, wurden lediglich 11 freistehende Gäste-Villen entlang des Hauptstrandes und versteckt im teilweise dichten Baum- und Palmensaum behutsam in die Landschaft eingepflanzt. Gut, es ist Luxus. Gut, es ist teuer und man muss hinfliegen. Aber gut, es hilft auch der Insel und den darauf lebenden Bewohnern – vor allem den Tieren.
Denn die Gäste unterstützen mit ihrem Aufenthalt das ehrgeizige Renaturierungsprogramm der Insel vor allem in finanzieller Natur Ziel der Insel-Besitzer ist, North Island die Funktion einer Arche Noah übernehmen zu lassen. Auf der lange vernachlässigten und etwa 30 Jahre unbewohnten Insel wurden natürliche Lebensräume wieder hergestellt und die bedrohten Tier-und Pflanzenarten der Seychellen wieder angesiedelt.
Auf über 500 Quadratmetern Wohnfläche – pro Villa - genießen die Gäste eine paradiesische Gesamtatmosphäre. Das Palmendach der elf Villen etwa wird von echten Baumstämmen getragen, die abends von im Boden eingelassenen Leuchten angestrahlt werden und den Villen eine mysthische Atmosphäre verleihen.
Auch ein Zeichen für die Nachhaltigkeit: Linda Vanherck, die belgische Jane Goodall für Wasserschildkröten, lebt und forscht auf der Barfußinsel. Das die Natur nicht weit entfernt ist, merken Gäste auch an den Riesenschildkröten – sie laufen einem jeden über den Weg. (Besser gesagt, sie stehen rum, laufen tun die Schildkröten eher selten). Vanherck ist es auch, die Gäste über die Insel führt und erklärt, wie umweltfreundlich das Resort gebaut ist, wie Müll entsorgt, Wasser gespart und Abwasser aufbereitet wird. Sie macht auf den einheimischen Takamaka-Baum und die Seychellen-Palme mit der berühmten Coco-de-Mer-Nuss aufmerksam und weiß, wo die 35 Riesenschildkröten und der stark gefährdete Seychellen-Brillenvogel zu finden sind.
Benannt wurde die Insel übrigens nicht nach der geographischen Lage im Atoll, sondern nach der britischen Malerin Marianne North. Etwa 20 Minuten ist man mit dem (leider noch nicht umweltfreundlichen Hybrid-Hubschrauber) oder eineinhalb Stunden mit dem Versorgungsboot von Mahé unterwegs. Ein nicht all zu langer Weg – ins Paradies.