Honeymoon, Hotel & Travel, Slideshows
Auf den Seychellen ist so gut wie alles anders. Die Kokosnuss, zum Beispiel. Sie heißt dort Coco de Mer. Sie schmeckt wie eine Kokosnuss, wächst wie eine Kokosnuss und schaut überhaupt nicht aus wie eine Kokosnuss – sondern wesentlich ordinärer. Würden der Name der Form der Nuss entsprechen, hießen die Insel ab sofort Sexchellen. Bleiben wir aber bei den Fakten: Die Coco de Mer gibt es ausschließlich auf den Seychellen und deshalb ist sie auch ein beliebtes Symbol für das sehr Spezielle dieser Inselgruppe im Indischen Ozean beziehungsweise für deren ganz spezielle Einzigartigkeit.
Anders ist auch die Art und Weise, wie Gäste mit den Insel der Seychellen umgehen: Vor einiger Zeit trieb es Roman Abramowitsch an den Strand von Praslin trieb, wo er seine Mega-Yacht anlegen ließ, um die Präsidentenvilla des Constance Lémuria Resort zu beziehen. Oder besser gesagt: beziehen zu wollen. Das Problem: Die Villa war vergeben, der Scheich von Katar residierte bereits samt Hofstaat in der majestätischen 1250-Quadratmeter-Anlage mit privatem Strandabschnitt und eigenem Personal. Nach einem kurzen Gespräch unter Männern wurde man sich allerdings einig – der Scheich urlaubte auf der Mega-Yacht weiter, Abramowitsch im Resort.
Verständlich ist, warum der russische Oligarch auf seinen Aufenthalt hier beharrte: Zum Haus gehört der einzige 18-Loch-Meisterschaftsgolfplatz der Seychellen. Noch dazu mit Meerblick! Dass die Küche noch etwas Kreativität und Handschrift vertragen kann, hat das Lémurian bereits selbst eingesehen und vor kurzem Alexis Voisin ins Boot geholt. Der junge französische Koch, der zuvor im La Residence d’Angkor arbeitete, soll in Zukunft leichte südostasiatische Anklänge einfließen lassen.
Herzstück der Sechs-Sterne-Anlage sind die acht in dunklem Holz gehaltenen Senoir Suiten mit privatem Pool, Garten, direktem Zugang zum Puderzuckerstrand und – eigenem Butler. Wo wir auch schon beim eigentlichen Problem sind: Bereits nach drei Tagen kann man sich nicht mehr vorstellen, jemals wieder eine Wohnung zu betreten, in der keine Orchideen aufs Bett gestreut wurden, das Toilettenpapier nicht ständig neckisch gefaltet wird und keine Bilder dieser höchst interessanten Kokosnuss an den Wänden hängen.